Unsere Schule

Leitbild der Grundschule am Kirchplatz

Beschreibungstext des Bildes

Flexible Grundschule

In der flexiblen Eingangsstufe lernen Kinder in den ersten beiden Schuljahren mit- und voneinander (1. und 2. Klasse werden jahrgangsgemischt unterrichtet). Dies fördert soziale und kommunikative Kompetenzen und das eigenverantwortliche Lernen besonders gut. Die individuelle Lernentwicklung steht im Vordergrund und die Zeit, in der die Kinder die ersten beiden Schuljahre absolvieren, passt sich den Bedürfnissen des Kindes an (ein, zwei oder drei Jahre).

Von- und miteinander lernen

Wieso bietet die Grundschule am Kirchplatz dies an?

Die flexible Grundschule wurde im bayernweiten Schulversuch in den Jahren 2010 bis 2014 erprobt und wissenschaftlich begleitet. Unsere Schule wurde nach einem aufwändigen Bewerbungsverfahren 2012 aufgenommen. Im Juli 2014 wurde der Schulversuch mit großem Erfolg abgeschlossen und bayernweit bieten aktuell ca. 300 Schulen dieses besondere Profil an.
Daher freuen wir uns, unseren Schulanfängerinnen und Schulanfängern diese schülerorientierte und motivierende Eingangsstufe anbieten zu können, die die Ziele unserer Schule (Gemeinschaft erleben, Kinder individuell fördern) sehr gut unterstützt.

Welche Besonderheiten zeichnen die flexible Eingangsstufe aus?

Schultaschen
  • Jahrgangsgemischte Jahrgangsstufen bieten ein gutes Lernumfeld für unterschiedliche Lernansprüche und die Möglichkeit von-, neben- und miteinander zu lernen.
  • Die Erhebung der individuellen Lernausgangslage mit Hilfe eines computerbasierten Verfahrens macht eine passgenaue Förderung jedes einzelnen Kindes von Anfang an möglich.
  • Individualisierende Lernangebote ermöglichen ein Lerntempo, das verstärkt am einzelnen Kind ausgerichtet ist und durch Erfolge motiviert.
  • Dies wird u. a. dadurch möglich, dass einige Stunden pro Woche Jahrgangsstufen mit zwei Lehrkräften besetzt sind.
  • Eine Stärkung des selbstständigen und entdeckenden Lernens geschieht durch vielfältige Angebote und offene Aufgabenstellungen. Die Kinder gewinnen an Selbstvertrauen.
  • Regelmäßige Lernrückmeldungen und Reflexionsphasen helfen den Schülerinnen und Schüler, die eigene Leistung einschätzen zu lernen und ihren Lernweg aktiv mitzugestalten.
  • Soziale und kommunikative Kompetenzen werden gestärkt durch intensives gemeinsames Lernen.
  • Die flexible Verweildauer (1, 2 oder 3 Jahre für die ersten beiden Jahrgangsstufen) passt sich den Bedürfnissen der Kinder an.
  • Eine intensive Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule erleben wir für die Kinder und unsere Schule als gewinnbringend.

Welche Kinder sind für die flexible Eingangsstufe geeignet?

Nach Auswertung des Schulversuchs und nach inzwischen fast 2,5 Jahren Erfahrung mit diesem Modell können wir sagen, dass prinzipiell jedes Kind für die flexible Eingangsstufe geeignet ist.
Bei der Zusammensetzung aller Jahrgangsstufen achten wir auf eine möglichst ausgewogene Zusammensetzung (Geschlecht, Lernvoraussetzungen, Wohnort, etc.). Hintergrund ist das Wissen, dass gerade in Vielfalt gut mit- und voneinander gelernt werden kann.

Leistung macht Schule

Seit acht Jahren beteiligt sich unsere Schule von Beginn an am LemaS- Projekt „Leistung macht Schule“. Gemeinsam mit Universitäten und anderen Schulen (schulartübergreifend und bundesweit) entwickeln wir Möglichkeiten, Kinder mit besonderen Talenten und Fähigkeiten im Rahmen des Unterrichts zu fördern. Neben speziellen Aufgaben im Unterricht machen wir besondere Förder- und Forderangebote, z. B. Lego-Programmieren, Theater, Schülerzeitung oder Forschendes Lernen.

Durch einen individuelleren Ansatz sollen bestmögliche Lern- und Bildungschancen für alle Kinder ermöglicht werden.

Nachdem unsere Schule gemeinsam mit 300 anderen Schulen sowie 18 beteiligten Universitäten in den ersten fünf Jahren Konzepte, Strategien und Maßnahmen erprobten und entwickelten, sind wir ab dem Schuljahr 2023/24 in einem Netzwerk mit sechs weiteren Grundschulen, um unsere Erfahrungen und die erarbeiteten Inhalte weiterzugeben und weiterzuentwickeln.

Mehr Info: Leistung macht Schule

Wir verstehen uns als lebendige Gemeinschaft von Kindern, Eltern und Schulpersonal, die ein gemeinsames Ziel haben – die bestmögliche Bildung für unsere Schulkinder.
Eine gute soziale Gemeinschaft ist die Basis für Lernerfolg und Freude in der Schule. Wir stärken sie mit klassenübergreifendem Lernen, Festen, Projekten und Ausflügen.

Lernen in Gemeinschaft

Fördern und fordern

Es ist uns ein ganz besonderes Anliegen, Kinder in ihren Stärken zu sehen und bei Schwierigkeiten individuell zu unterstützen.
Neben Fördermaßnahmen in der Klasse, bieten wir seit vielen Jahren klassenübergreifende Lernschienen an, wo wir in kleineren Gruppen einzelne Themen vertiefter bearbeiten können. Daneben arbeitet Frau Weißenberger als Förderlehrerin an unserer Schule. Für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler ist die tägliche Unterstützung im Unterricht ein absoluter Gewinn. Frau Weißenberger fordert und fördert unsere Schüler in Kleingruppen während der Unterrichtszeit. Das kann in Form von Hilfsmaßnahmen bei Kindern sein, die einen momentanen zusätzlichen Förderbedarf haben, oder in Form von herausfordernden Aufgaben für Kinder, die die Lernziele bereits erreicht haben (z. B. Kurs „Mathe Fit“).
In der Kleingruppe lernt es sich intensiver, man sieht neue Gesichter und hat ein anderes Lernumfeld, was durchaus motivierend ist.
Darüber hinaus ist Frau Weißenberger zusammen mit anderen Kolleginnen für die Förderkurse in Deutsch als Zweitsprache (für Vorschulkinder) und für die Betreuung von lese-rechtschreibschwachen Kindern zuständig.
Seit langem sind wir Ausbildungsschule für Förderlehrerinnen und Förderlehrer und arbeiten eng zusammen mit der LMU München bei der Ausbildung von Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten. So sind wir immer auf dem Laufenden, was pädagogische und unterrichtspraktische Neuerungen betrifft. Zudem beteiligen sich die Praktikantinnen und Praktikanten engagiert in der Einzel- und Kleingruppenförderung unserer Schulkinder.

An der Grundschule am Kirchplatz ersetzen wir die Zwischenzeugnisse durch ein gemeinsames Gespräch mit der mit der Klassenlehrkraft, dem Kind und den Eltern.
Dieses sogenannte Lernentwicklungsgespräch erprobten wir im Rahmen des Schulversuchs „flexible Grundschule“.
Aufgrund guter Erfahrungen führten wir diese neue Form der Lernrückmeldung in gemeinsamer Entscheidung der Lehrerkonferenz und des Elternbeirats an unserer Schule in allen 1., 2. und 3. Klassen ein.

Wir sehen darin viele pädagogische Vorteile:
Die Kinder sind von Anfang an viel stärker in ihren Lernprozess miteinbezogen, sie lernen sich selbst einzuschätzen und alle Beteiligten ((Kinder, Eltern, Lehrkräfte) kommen zu Wort und miteinander in das Gespräch.

Seit Jahren engagieren sich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in der Einzelförderung unserer Schülerinnen und Schüler am Nachmittag.
Aktuell sind dies ca. 10 Damen und Herren, die uns von der Caritas im Rahmen einer mehrjährig bestehenden Kooperation vermittelt werden. Die Patinnen und Paten arbeiten unentgeltlich und helfen einzelnen Kindern (bei denen Klassenlehrkraft und Eltern dies für sinnvoll erachten) an einem oder zwei Nachmittagen bei den Hausaufgaben. Diese Förderung findet in Räumen bei uns an der Schule statt. Die Schülerinnen und Schüler bekommen hier konkrete Hilfestellung, eine einzelne Bezugsperson und die Eltern werden entlastet.
Dass die Hausaufgaben-Paten ihre Lebenserfahrung, ihre Zuverlässigkeit und ihre Hilfsbereitschaft – nun zum Teil schon seit Jahren – unseren Kindern zur Verfügung stellen, ist für unsere Schule eine große Bereicherung.

Musikalische Grundschule

Musik fördert die Kreativität und Entwicklung von Kindern. Mit dem Modellprojekt „Musikalische Grundschule“ wollen wir dies, in enger Zusammenarbeit mit der Musikschule Ismaning, unseren Schulkindern am Kirchplatz ermöglichen.
In allen 1. und 2. Klassen wird eine Stunde pro Woche, im Rahmen des regulären Unterrichts, gemeinsam von einer Musiklehrkraft der Musikschule und der Klassenlehrkraft unterrichtet. In dieser Stunde wird gesungen, getanzt, mit Trommeln, Körper und Orffinstrumenten musiziert. In der 2. Jahrgangsstufe lernen die Kinder zusätzlich eine Vielzahl klassischer Musikinstrumente durch Lehrkräfte der Musikschule kennen.
Kinder erfahren hier Musik erlebnisorientiert, mit einem hohen Anteil an Eigenaktivität, weswegen die „Musiktage“ in den Klassen auch sehr beliebt sind. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Kinder im anschließenden Unterricht wacher und aufnahmebereiter sind.

In der 3. Jahrgangsstufe wird die musikalische Grundschule durch ein freiwilliges Wahlangebot fortgesetzt: der „Bläserklasse“.
Die Kinder können nachmittags ein Blasinstrument an der Schule in einer Kleinstgruppe (1 Stunde Registerprobe pro Woche) erlernen. Zusätzlich spielen die Kinder von Beginn an gemeinsam im Orchester (1 Stunde Orchesterprobe). Das gemeinsame Musizieren vermittelt nicht nur Freude, sondern schult zudem Disziplin, Anstrengungsbereitschaft sowie kooperative Fähigkeiten.

Seit dem Schuljahr 2025/2026 sind wir nicht nur eine Musikalische Grundschule, sondern gehören auch zu den Musikbegeisterten Grundschulen in Bayern, da wir der Kreativität und dem Engagement im Bereich Musik einen besonders hohen Stellenwert einräumen.

In jedem Schuljahr bereichern wir das Musikleben der Schule mit vielen kreativen Projekten und Ideen und es finden zahlreiche musikalische Veranstaltungen für die Schulfamilie statt, u. a. das Singen auf dem Christkindlmarkt in Ismaning, das wöchentliche Singen an den Adventsmontagen im Pausenhof, die große Weihnachtsaufführung oder der Aktionstag Musik im Bürgersaal. Alle Klassen beteiligen sich an der Aktion „Mein Liederschatz“ und lernen zahlreiche Kinderlieder. Wir haben ein Schulentwicklungsteam „Musik“, welches unsere musikalischen Aktivitäten steuert und plant und viele Ideen umsetzt. Durch die Kooperation mit der Musikschule Ismaning sind wir bereits Musikalische Grundschule und nehmen an vielen musikalischen Veranstaltungen teil, wie beispielsweise dem Musiktheater.

Im Schuljahr 2025/2026 startete an der Grundschule am Kirchplatz ein ganz neues und besonderes Kooperationsprojekt mit der Reitschule Matthof in Ismaning als außerschulischer Lernort. Nach der Initiative des Kultusministeriums und des Bayerischen Reit- und Fahrverbands werden zahlreiche Kinder für den Reitsport begeistert.
In ihrer dritten Sportstunde fahren derzeit vier unserer zweiten Klassen zum Matthof Ismaning und lernen dort u. a. wie man mit einem Pony richtig und verantwortungsbewusst umgeht, es führt und reitet. Die Kinder erleben, was es heißt, ein Pferd kennenzulernen, es zu pflegen und auf seinem Rücken die Welt zu erkunden. Darüber hinaus wird für die anderen Zweitklasskinder bei Interesse ein Forderkurs „Ponypflege- und reiten“ angeboten.
Der Umgang mit Pferden hat nachweislich positive Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche. Das Kooperationsprojekt verfolgt neben dem sportlichen Bereich zahlreiche weitere Bildungs- und Erziehungsziele, wie z. B. die Stärkung der Persönlichkeit der Kinder durch das Pony „als Spiegel der Seele“, die Förderung der Sozialkompetenz, des Verantwortungsbewusstseins, der Rücksichtnahme, der Wahrnehmung des eigenen Körpers, der Empathie, der Verantwortung für Natur und Umwelt sowie der physischen und psychischen Gesundheit. Die Kinder arbeiten gemeinsam im Team und bewegen sich an der frischen Luft. Es können theoretische und praktische Lerninhalte miteinander verzahnt werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen ganzheitlich und fächerübergreifend mit Kopf, Herz und Hand.

Logo-QuaMath

Wir waren SINUS- und sind nun QuaMath-Schule. SINUS und QuaMath sind Fortbildungsprogramme zur Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts, an dem wir uns seit 2014 (SINUS) bzw. seit 2024 (QuaMath) beteiligen.

Ziel von QuaMath ist die nachhaltige Verbesserung der Qualität der mathematischen Bildung vom Kindergarten bis zum Abitur. In Schulnetzwerken, schulinterner Arbeit und in Unterrichtserprobungen arbeiten viele Schulen gemeinsam an der Qualitätsentwicklung. Eine Steigerung der Unterrichtsqualität im Team hat positive Auswirkungen auf die mathematischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.

An erster Stelle steht für uns eine enge Kooperation mit den Eltern. Eine akzeptierende und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule sehen wir als grundlegende Basis für erfolgreiches Lernen. Gemeinsam mit dem Elternbeirat erstellten wir ein Konzept zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Daneben arbeiten wir mit einer Vielzahl an inner- und außerschulischen Partnern zusammen (Bsp. Musikschule, Bibliothek, Beratungsstellen), die uns helfen, unseren Schulkindern ein breiteres Angebot zu machen und ihnen gute Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.